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Testosteron macht freigebig und lässt uns nach Ansehen streben

Der Glaube, Testosteron mache aggressiv und egoistisch, ist weit verbreitet. Nun konnten Forscher der Universität Zürich aber zeigen, dass eher das Gegenteil der Fall ist: Frauen, die Testosteron-Tropfen erhalten hatten, zeigten sich in einem Spiel um Geld (bei dem ohne Kooperation beide Seiten leer ausgehen) generöser als ihre Kolleginnen, die eine Placebo-Substanz bekamen. Das ergibt Sinn, schreibt das Team um den Neuroökonomen Ernst Fehr in «Nature». Denn das potente Sexualhormon Testosteron mache primär nicht aggressiver oder egoistischer, sondern bewirke, dass wir nach mehr Ansehen und einem höheren sozialen Status streben - daher die Freigebigkeit im Experiment. Einen Haken hat die Sache indes: Glaubten die Frauen, dass sie Testosteron erhalten hatten, gaben sie sich in dem Spiel viel knausriger - sie verhielten sich also treu dem Glauben, Testosteron mache aggressiv und egoistisch.

Publiziert am 07.02.2010



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