Nur für nervenstarke Investoren
Wer mit Discount-Call-Optionsscheinen handelt, geht hohe Risiken ein
Ich möchte 2012 vermehrt Dow-Jones-Derivate handeln. Dabei sind mir die sogenannt Exotischen Produkte DE76LC-F mit Verfall am 14. März 2012 aufgefallen. Wie verhält sich das Produkt, wenn der Dow Jones den Cap trifft? Und stimmt meine Vermutung, dass der Strike in der Nähe des Index sein
muss, damit sich das Produkt bewegt und über die Zeit nicht einfach dahinschmilzt? U. S.
Bei den von Ihnen erwähnten Derivaten handelt es sich um Discount-Call-Optionsscheine der Deutschen Bank. Damit können Sie überproportional (gehebelt) bis zum definierten Höchstbetrag an der positiven Entwicklung des Basiswerts, des Dow-Jones-Index, partizipieren. Im Gegenzug tragen Sie aber auch gehebelt das Risiko einer negativen Entwicklung des Basiswerts.
Der Basiswert wird in Euro festgestellt, Sie tragen also auch ein Wechselkursrisiko.
Übersteigt der Referenzpreis am Laufzeitende den Basispreis, entsteht Ihnen dann ein Verlust, wenn der Auszahlungsbetrag geringer ist, als es Ihr Kaufpreis war. Liegt der Referenzpreis auf oder unter dem Basispreis des Discount-Call-Optionsscheins, erleiden Sie einen Totalverlust.
Der Wert des Optionsscheins kann auch während der Laufzeit deutlich unter dem Kaufpreis liegen. Dies geschieht insbesondere, wenn der Basiswert, also der Dow Jones, fällt oder das allgemeine Zinsniveau steigt. Umgekehrt können sich diese Faktoren auch wertsteigernd auswirken.
Im Weiteren sind Sie bei Zahlungsunfähigkeit der Deutschen Bank dem Emittentenrisiko ausgesetzt. Optionsscheine unterliegen nicht der Einlagensicherung.
Die einzelnen Marktfaktoren können jeder für sich wirken oder sich gegenseitig verstärken oder aufheben. Letztlich wirkt sich die abnehmende Restlaufzeit wertmindernd auf Ihr Wertpapier aus.
Publiziert am 29.01.2012

