Lieber Nicolas Blancho
Vor zwei Jahren galten Sie noch als «Bin Laden aus Biel», als gefährlicher Islamist. Jetzt können Sie als Präsident des Islamischen Zentralrates machen, was Sie wollen, die Reaktion ist gleich null. Tote Hose. Die SonntagsZeitung hat publik gemacht, dass Sie in Bern eine Moschee für 400 Gläubige bauen, eine islamische Fernsehstation auf Internet aufschalten und alle Muslime mit einer Art Cumulus-karte bescheren wollen für Rabatte bei Krankenkassen, Fitnessclubs, Restaurants etc. Ihre Glaubensbrüder gucken nur peinlich berührt zur Seite und denken: Söll emol choo. Die hier lebenden Muslime sind
eben nicht so fanatisch, wie viele Schweizer gemeint haben, und vor allem lassen sie sich nicht von einem dahergelaufenen Schweizer Konvertiten für blöd verkaufen.
Ausgerechnet aus islamischer Quelle ist ja zu erfahren, dass Sie, der angeblich Strenggläubige, offenbar vor allem eins geil fänden an ihrer neuen Religion: die Möglichkeit der Vielweiberei. Frau und Kinder hätten Sie schnöd in Biel parkiert, um sich in Bern an einer jungen Zweitfrau zu erquicken. Ihr PR-Chef Qaasim Illi soll sich ebenfalls eine Zweit-frau zugetan haben, was für die PR-Tätigkeit höchst praktisch ist, weil bei Unpässlichkeit der einen gleich die andere im «Club» mit Vollschleier paradieren kann. Ich kann nur hoffen, dass wenigstens noch ihre obskuren Financiers aus den Golfstaaten an Sie glauben. Sonst sehe ich für Sie nämlich nur noch eine Zukunft als Dauergag bei Giacobbo-Müller.
Mit freundlichen Grüssen, Peter Rothenbühler
Publiziert am 29.01.2012



